Rückblick zur digitalen Sitzung „Diskussionsforum Lehre“ innerhalb des Röko 2022

Im Rahmen des Digitalen Röntgenkongress moderierten Herr Mathias Grau (Oldenburg) und Herr Michael Wiertz (Aachen) am 8. Juni 2022 das Diskussionsforum Lehre, das bei den Teilnehmenden großen Zuspruch fand. Im ersten Beitrag wurde auf gegenwärtige Möglichkeiten von Remote-Untersuchungen eingegangen. Herr Thomas Bienias (Frankfurt) skizzierte das MRT-Remote Projekt der LMU München und stellte u.a. seinen Arbeitsalltag im „MRT-Homeoffice“ vor.

Im Anschluss präsentierte Herr Erik Gührs (DRG, Berlin) wesentliche Merkmale der neuen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung und Herr Christoph Schultz (Esslingen) beschrieb die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Ausbildung von praxisanleitenden Personen. In der anschließenden virtuellen Podiumsdiskussion erörterten die Referenten und Moderatoren zusammen mit Frau Claudia Rössing (Ludwigshafen) in ihrer Funktion als Präsidentin des DVTA und dem Klinikdirektor Herrn Professor Jörg Barkhausen (Lübeck) die Entwicklungen im MTRA-Beruf und die Herausforderungen in der MTRA-Ausbildung.

Kritisch bewertet wurde das MRT-Remote Projekt, weil man die Entwicklung einer „Zwei-Klassen-MTRA“ befürchte und dass bei dieser reinen Bildschirmtätigkeit eine gewisse Patientendistanz entstehe. Am Ende könnte die eigentliche menschliche Interaktion mit den Patientinnen und Patienten, aber auch mit den Kolleginnen und Kollegen, auf der Strecke bleiben. Die weitere Fortentwicklung wolle man aufmerksam beobachten.
Im Rahmen der neuen gesetzlichen Anforderungen in der MTRA-Ausbildung rückte das Thema Praxisanleitung immer wieder in den Mittelpunkt der Diskussion. In der gegenwärtig angespannten Personalsituation sind Lösungen gefragt, wie ausreichend praxisanleitende Personen zukünftig ausgebildet und vorgehalten werden können. Auch hier bleibt abzuwarten, wie sich die einzelnen Punkte der neuen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung zukünftig praktisch umsetzen lassen.

Michael Wiertz
Schulleiter MTRA Schule Aachen