VMTB. Lebkuchenkongress 2017.

Lebkuchenkongress 2017

Anspruchsvolle Inhalte in einem besonderen Ambiente

Der „Lebkuchenkongress“ zu Gast in der Meistersingerhalle in Nürnberg


Strenge Geometrie, funktionalistisch geprägte Formensprache, schlichte Ornamentik – die Meistersingerhalle in Nürnberg ist ein architektonisches Kleinod und bot entsprechend einen besonderen Rahmen für den 46. Fortbildungskongress für Assistenzpersonal in der Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie, kurz „Lebkuchenkongress“.

Nachdem der bisherige Standort des Lebkuchenkongresses, die Hotelpyramide in Fürth, 2016 aufgrund technischer Mängel überraschend kurzfristig schließen musste und der Kongress daher im vorletzten Jahr nicht stattfinden konnte, war es 2017 wieder soweit: Insgesamt 218 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen vom 15. bis 16. Dezember zusammen, um erstmalig in der denkmalgeschützten Meistersingerhalle ihr fachliches Wissen zu aktualisieren und zu erweitern und sich über aktuelle Entwicklungen und Anforderungen auszutauschen.

Die Programmüberschrift „Nur nicht den Kopf verlieren“ sollte dabei kein Hinweis sein für den späteren gemeinsamen Spaziergang über den schönen Christkindlesmarkt und vor einem übermäßigen Konsum von Glühwein und Lebkuchen warnen. Sie brachte vielmehr die thematischen Fortbildungsschwerpunkte in der Röntgendiagnostik auf den Punkt, zu denen insbesondere Anatomie, zerebraler Notfall, interventionelle Eingriffe, Schädel-Hirn-Trauma, Bildgebung in der HNO- und Mund-Kiefer-Gesichts-Heilkunde sowie Demenzerkrankungen zählten. In der Nuklearmedizin ging es um bewährte Diagnostik wie die Myocardszintigrafie, die Hirnperfusionsszintigrafie und die Skelettszintigrafie. Themen waren außerdem der Strahlenschutz sowie neue Verfahren wie PSMA-Diagnostik SPECT/PET und deren Therapie. Berücksichtigung fanden auch rechtliche Aspekte bei der Delegation von Aufgaben an die MTA. Schließlich waren auch die allgemeinen beruflichen Perspektiven und Entwicklungen Gegenstand von Vorträgen. In der Strahlentherapie stand diesmal die multimodale Therapie beim malignem Melanom und bei HNO-Tumoren im Mittelpunkt.

Begleitend zum Programm in der Meistersingerhalle wurden am Samstagvormittag insgesamt sieben Klinikseminare in den Kliniken Nürnberg-Nord und -Süd angeboten und erfreuten sich trotz der räumlichen Entfernung einer ebenso großen Nachfrage wie das Kongressprogramm insgesamt. Am Freitagnachmittag fand außerdem wieder eine Fortbildung speziell für MTRA-Schüler statt, an der sich vier Schulen mit insgesamt 94 Schülerinnen und Schülern beteiligten. Die Themen reichten hier vom Röntgen der Lung auf Station über den Strahlenschutz in der CT bis hin zum Sentinel.

Fester Bestandteil des Lebkuchenkongresses war auch diesmal die Fachkundeaktualisierung nach Röntgen- und Strahlenschutzverordnung (RöV, StrISchV). Das Vor-Ort-Angebot wurde wieder durch Webinare ergänzt, die bereits vor dem Kongress online besucht werden konnten.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Lebkuchenkongresses 2017 zeigten sich insgesamt äußerst zufrieden mit dem Programm, insbesondere aber auch mit dem neuen Veranstaltungsort, der keine Wünsche offen ließ, mit großzügigen, modernen Räumlichkeiten aufwartete und nicht zuletzt auch durch ein geräumiges Foyer überzeugen konnte, in dem alles Notwendige seinen Platz fand. Diese Einschätzung teilten auch die insgesamt 19 Industriesponsoren, von denen 14 mit einem Ausstellungsstand vor Ort waren.

Auch 2018 wird der Lebkuchenkongress daher in der Meistersingerhalle in Nürnberg stattfinden, dann wieder zum traditionellen Termin: am zweiten Advent, vom 7. bis 8. Dezember.

Der Lebkuchenkongress 2017 in Bildern: